8. Unterricht an unserer Schule

Religionslehre

Elternhaus und Schule zusammen haben die Aufgabe, die Jugendlichen stark zu machen und ihre moralische Entwicklung zu begleiten. Der Religionsunterricht ist in diesem Sinne Lebenshilfe.

Religionslehre ist ordentliches Unterrichtsfach an Schulen. Der konfessionelle Religionsunterricht vermittelt Jugendlichen die Werte unserer christlich geprägten Gesellschaft und hilft ihnen, ihr eigenes Verhalten daran zu messen. Im Religionsunterricht werden unterschiedliche Lebenskonzepte aufgezeigt, wie sie in den Religionen und Kulturen unserer Welt gelebt werden. Die Vermittlung der christlichen Ethik und Dogmatik bietet die Möglichkeit der Orientierung in Wertefragen und auf der Suche nach Lebenssinn.

An der Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule wird nach Möglichkeit Evangelische Religionslehre und Katholische Religionslehre in allen Klassenstufen erteilt. Schüler und Schülerinnen aller Konfessionen haben auf Wunsch Gelegenheit, am Religionsunterricht teilzunehmen.

In Zusammenarbeit mit den kirchlichen Gemeinden von Lengerich werden Schulgottesdienste zusammen mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet und durchgeführt. Der Schulgottesdienst zur Begrüßung der neuen Fünftklässler und der Abschlussgottesdienst der Zehntklässler sind etabliert. Außerdem werden in unregelmäßigen Abständen Andachten und Gottesdienste zu kirchlichen Festen und besonderen Ereignissen (z.B. Bodelschwinghs Geburtstag) durchgeführt.

Der Name Friedrich von Bodelschwingh verpflichtet zu einem fürsorglichen Verständnis gegenüber Behinderten und zur Förderung der Schwachen. Der Religionsunterricht an unserer Schule bezieht den Namensgeber der Schule und seine Werke mit ein und vermittelt den Schülerinnen und Schülern, dass gegenseitige Achtung Grundlage für menschliches Miteinander ist. Vom Schöpfungsauftrag Gottes her muss Schule um Bildung von Kopf, Herz und Hand bemüht sein.

In unserer schnelllebigen Zeit wäre Bildung ohne Religionsunterricht unvollkommen.

 

Deutsch

Der Deutschunterricht soll den Schülerinnen und Schülern vielseitige methodische Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für selbstständiges und kooperatives Lernen und Arbeiten vermitteln. Zielvorstellung ist es, dass Schülerinnen und Schüler mit Abschluss der Realschule selbstständig komplexe Aufgaben bewältigen können und über ein adäquates, methodisches Handwerkszeug verfügen, das sie in die Lage versetzt, sich eigenverantwortlich und kompetent in weiterführende Lern- und Arbeitsprozesse einzubringen.

Unterrichtsvorhaben in den Klassen 5/6 sind das deutliche und artikulierte Sprechen und flüssige Lesen, das Vereinbaren und Einhalten von Gesprächsregeln und das aufmerksame Zuhören. Das Szenische Spiel und das Auswendiglernen kurzer Texte sind Teil der Texterschließung. Weiterhin werden Texte erarbeitet und Briefe geschrieben, die in Schreibkonferenzen weiter entwickelt werden. Das Berichten über einen Unfall und die Formulierung von Meinungen sind ebenso curricularer Bestandteil wie die Beantwortung von Fragen zu Texten. Neben dem Entwickeln von Lesestrategien und dem Umgang mit Sachtexten von Medien werden literarische Texte wie Märchen oder Sagen auf ihre Wirkungsweise hin untersucht. Es wird eine Ganzschrift gelesen.                                                                                                           Kinder mit LRS nehmen an einem speziellen Förderunterricht teil.

In Klasse 6 ist der Vorlesewettbewerb ein Highlight.

In den Jahrgangsstufen 7/8 entwickelt die Schülerinnen und Schüler eine zuhörergerechte Sprechweise. Sie beschaffen und werten Informationen aus und verarbeiten diese zu kürzeren Redebeiträgen. Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit ist u. a. das Abfassen kurzer Referate oder Gesprächsbeiträge, das konzentrierte Zuhören und die gestaltend Gesprochene oder szenische Umsetzung literarischer Texte, wie z. B. Balladen. Weiterhin beziehen die Schüler kritisch Stellung zu einem Sachverhalt, indem sie für die Schülerzeitung o. ä. zu einem Problem Stellung beziehen. Die Charakterisierung literarischer Figuren und auch die Verbalisierung von Diagrammen, Übersichten und Grafiken sind Teile unserer Aufgabenschwerpunkte. Außerdem werden Lesetechniken und –strategien weiter ausgebaut, indem Medien zur Informationsentnahme genutzt werden und das Thema „Zeitung“ im Unterricht durchgenommen wird. Aber auch die Untersuchung literarischer Texte (Fabeln, Balladen, Gedichte) und das textimmanente Verfahren zur Erschließung literarischer Texte ist inhaltlicher Schwerpunkt unserer Arbeit Ebenso wird ein Jugendbuch gemeinsam erarbeitet.

Die Schülerinnen und Schüler verfügen in den Jahrgangsstufen 9/10 über kommunikative Sicherheit, sie begründen Argumentationen und erarbeiten Referate, die weitgehend frei vorgetragen werden. Sie verfassen ein Protokoll und erarbeiten mithilfe gestaltenden Sprechens literarischer Texte Ansätze für eigene Textinterpretation. Weiterhin schreiben die Schülerinnen und Schüler eine Satire, analysieren eine Karikatur und verfassen argumentative Texte. Sie analysieren Grafiken, Schaubilder und Statistiken. Bewerbungsanschreiben und Praktikumsberichte sich Bestandteil des 9. Jahrganges. Beim Aufgabenschwerpunkt Umgang mit literarischen Texten erschließen die Schülerinnen und Schüler literarische Texte, analysieren eine politische Rede. Die Analyse einer Ganzschrift ist unterrichtlicher Bestandteil. In allen Jahrgangsstufen sind Grammatiktraining und Rechtschreibtraining curricularer Bestandteil.

Leseförderung

Leseförderung ist Bestandteil des Deutschunterrichts. Hier findet die unterrichtliche Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendliteratur statt. Pro Schuljahr wird eine Ganzschrift gelesen und ausführlich behandelt, wobei handlungsorientierte Methoden in gleicher Weise berücksichtigt werden wie traditionelle Verfahren der Texterschließung und –bearbeitung.

Weiterhin finden in jeder Klassenstufe Leseprojekte statt. Die Schülerinnen und Schüler stellen ein von ihnen gelesenes Buch der Klasse vor.

Lesefreude und Lesemotivation soll auch durch das Lesen von Gedichten oder Balladen vermittelt werden.

 

 

Englisch

Die Bedeutung der Fremdsprachen ist in Europa unumstritten. Fremdsprachen sind heute eine Notwendigkeit. Das gilt ganz besonders für die englische Sprache. Ohne Englischkenntnisse sind unsere Jugendlichen nicht handlungsfähig, nicht in der Welt und auch nicht in unserem Land. Der Europarat hat ein allgemeingültiges Raster (Referenzniveau) für die Einstufung fremdsprachlicher Leistungen geschaffen, so dass die Anforderungen europaweit vergleichbar sind.

Anknüpfend an den Unterricht in der Grundschule gestaltet sich der Englischunterricht als handlungsorientierter Sprachunterricht, der vorrangig Wert auf kommunikative und methodische Fertigkeiten legt.

Das Schaubild zeigt die Kompetenzen, die unsere Schülerinnen und Schüler im Verlauf des sechsjährigen Englischunterrichts an unserer Schule erwerben und immer wieder vertiefen.

 

 

Der Englischunterricht an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule orientiert sich bei der Gestaltung der Lernsituationen an der jeweiligen Jahrgangsstufe.

 

5. und 6. Jahrgang

 

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, einfache Texte zu verstehen, sich in Alltagssituationen zu verständigen und darüber zu schreiben.

 

7. und 8. Jahrgang

 

Die Schüler können themenorientierte Texte verstehen, sich in Grundsituationen des Alltags verständigen, zusammenhängende Texte schreiben und darin begründet Stellung nehmen. Im achten Jahrgang werden landesweit die Lernstandserhebungen durchgeführt.

 

9. und 10. Jahrgang

 

Die Schülerinnen und Schüler können Texte ihres Erfahrungsbereiches verstehen und sich über Themen von gesellschaftlicher Bedeutung verständigen. Die Lektüre einer Ganzschrift ist fester unterrichtlicher Bestandteil. Im zehnten Jahrgang erfolgt eine intensive Vorbereitung der zentralen Abschlussprüfung. Zur Zeit können Schülerinnen und Schüler zusätzlich zum Englischunterricht Kenntnisse im Bereich Wirtschaftsenglisch erwerben.

 

 

Französisch als zweite Fremdsprache

 

Im vereinten Europa sind Fremdsprachenkenntnisse unerlässlich, nicht nur in Englisch, sondern auch in einer weiteren Fremdsprache, in Französisch.

 

An der Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule beginnen die Schüler/innen  in Klasse 6 mit der 2.Fremdsprache. Ab Klasse 7 wird Französisch als Wahlpflichtfach I

angeboten.

 

Der Französischunterricht vermittelt Kenntnisse in allen vier Kernkompetenzen:

 

Hörverstehen

-         Leseverstehen

-         mündliche Kommunikation

-         schriftliche Kommunikation

 

Vielseitige Übungen und Aufgaben trainieren das Hörverstehen, Redemittelsammlungen und Rollenspiele befähigen die Lernenden, sich in vielen Situationen auf Französisch zu verständigen. Authentische Texte schulen das Leseverstehen und erweitern die landeskundlichen Kenntnisse der Schüler/innen. Bei verschiedenen Schreibanlässen werden neue Lernstrategien angewandt und geübt. Die Lerninhalte orientieren sich an dem Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen.

 

 

Mathematik

 

5. und 6. Jahrgang

 

Der Mathematikunterricht an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule schließt unmittelbar an den Grundschulunterricht an. Im 5. Jahrgang haben wir zunächst das Ziel, die Lernvoraussetzungen aller Schülerinnen und Schüler auf einen Stand zu bringen. Im Wesentlichen beschäftigen wir uns in der Erprobungsstufe inhaltlich mit den Grundrechenarten. Wir rechnen mit natürlichen Zahlen, Brüchen und Dezimalbrüchen. Außerdem lernen die Schülerinnen und Schüler die Grundelemente der Geometrie kennen und damit umzugehen (konstruieren). Der sachgerechte Umgang mit Größen (Gewichte, Zeit, Geld, Längen und Flächen) sowie der Einstieg in die Datenerhebung und Auswertung ist uns wichtig.

Die Schülerinnen und Schüler in den ersten beiden Schuljahren lernen, mathematische Inhalte aus Texten zu entnehmen (lesen – analysieren) und entsprechend darzustellen und zu interpretieren. Im Vordergrund steht ebenfalls das sachgerechte Argumentieren.

Grundsätzlich haben neben der Einzelarbeit auch Partner- und Gruppenarbeit im Unterricht ihren Platz.

 

7. und 8. Jahrgang

In den Jahrgangsstufen 7 und 8 lernen die Schülerinnen und Schüler zunehmend Einsatzmöglichkeiten des Taschenrechners und des Computers kennen.

Im Bereich Wahrscheinlichkeitsrechnung werden Daten erhoben, dargestellt, beschrieben und bewertet. Weitere Themenbereiche sind Zuordnungen, Zahlbereichserweiterung und Prozent und Zinsrechnung. Der Umgang mit Zahlen , Variablen und Größen wird geschult. Die bereits erworbenen Erfahrungen im Bereich Geometrie werden erweitert und vertieft. Der sachgerechte Umgang mit Zeichengeräten wird wieder aufgegriffen.

In allen Themenbereichen werden Sachaufgaben bearbeitet, an denen das Textverständnis weiter gefördert wird.

Mit Hilfe von gezielten Wiederholungs- und Übungsaufgaben werden die in Klasse 8 vorgesehenen Lernstandserhebungen vorbereitet.

 

9. und 10. Jahrgang

 

Die in allen Jahrgangsstufen notwendige Verzahnung von Inhalten sowie die Wiederholung, Aufarbeitung und Sicherung des Grundwissens haben in den Jahrgangsstufen 9 und 10 besondere Bedeutung, weil am Ende der Realschulzeit ein flexibles Umgehen mit fundiertem Sachwissen erreicht werden soll. Der Übergang ins Berufsleben bzw. in eine weiterführende Schule der Sekundarstufe II wird ausgewogen berücksichtigt. Die Schülerinnen und Schüler intensivieren den Umgang mit dem Taschenrechner sowie den Einsatz des Computers insbesondere bei Wachstumsprozessen. Der Computer erstellt automatisch übersichtliche Tabellen und Grafiken. Im Bereich der Funktionen lernen die Schülerinnen und Schüler lineare, quadratische sowie exponentielle Funktionen kennen. Die Funktionen werden zur Lösung außer- und innermathematischer Problemstellungen angewendet. Algebraische und geometrische Probleme führen zu den irrationalen Zahlen und dem Rechnen mit Potenzen und Wurzeln. Weitere Themenbereiche sind lineare Gleichungssysteme, Strahlensätze, Flächensätze am rechtwinkligen Dreieck und die Trigonometrie. Während der Geometriebereich der vorhergehenden Jahrgangsstufen Fragestellungen und Aufgaben vorwiegend zeichnerisch-konstruktiv behandelt wurden, steht jetzt die rechnerische Lösung geometrischer Probleme im Vordergrund. Im Bereich der Wahrscheinlichkeitsrechnung werden Zufallsexperimente dargestellt und ausgewertet. Darstellungen werden kritisch analysiert um z. B. Manipulationen erkennen zu können.

 

 

Informatik

 

Die Informatik ist die Wissenschaft von der automatischen Informationsverarbeitung. Sie befasst sich mit den Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien informationsverarbeitender Prozesse und ihrer algorithmischen Realisierung mit Hilfe rechentechnischer Mittel sowie mit der Entwicklung und Nutzung automatisierter Informationsverarbeitungssysteme. Dabei  müssen informationsverarbeitende Prozesse in "computerverständlicher" Form beschrieben und entsprechende Mittel entworfen werden, damit solche "Programme" abgearbeitet werden können.

In der Informatik werden im Allgemeinen vier Gegenstandsbereiche unterschieden – die theoretische, die praktische, die technische und die angewandte Informatik. Die ersten drei Bereiche zählen zur Kerninformatik.

Seit dem Schuljahr 2005/06 wird den Schülerinnen und Schüler bereits ab Klasse 5 eine informatische Grundbildung vermittelt, wodurch diese einen besonderen Stellenwert an unserer Schule einnimmt. Der Unterricht wird einstündig erteilt. An jedem Computer arbeitet, sofern möglich, nur eine Schülerin oder ein Schüler. Sie lernen u.a. den Umgang mit dem Windows-Arbeitsplatz, die Grundlagen der Textverarbeitung MS Word 2003 und recherchieren im Internet mit Hilfe von Suchdiensten. Ziel dieser informatischen Grundbildung ist es, den Schülerinnen und Schülern Vorkenntnisse zu vermitteln, um ihnen somit gegebenenfalls auch die Wahlentscheidung zum Fach Informatik im Wahlpflichtbereich 1 zu vereinfachen.

Neben der informatischen Grundbildung wird an dieser Schule auch Informatik im Wahlpflichtbereich, der ab dem Schuljahr 2007/08 bereits in Klasse 7 beginnt, unterrichtet. Es werden u.a. die notwendigen Kenntnisse zur Nutzung des Betriebssystems MS Windows XP, über Hardwarebestandteile, zum Umgang mit Peripheriegeräten, sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit wichtigen Anwendungssystemen (wie Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations-, Datenbank- sowie Grafikprogrammen) und mit dem Internet sowie Auswirkungen der EDV auf die Gesellschaft einschließlich der Datenschutzproblematik und des Urheberrechtes vermittelt. Mit Hilfe der neu angeschafften Lego-Mindstormes education nxt Bausätze wird in einem Projekt ein Einblick in die Prozessdatenverarbeitung sowie der Mess- und Steuerungstechnik geboten sowie eine Vernetzung mit der Technik und der Physik geschaffen.

 

Die Themen im Einzelnen:

  • 7. Jahrgang:
    • Grundlagen
    • Textverarbeitung mit WORD I
    • Powerpoint
    • Internet-Einführung
    • Tabellenkalkulation mit MS EXCEL I
    • LOGO 2.0
  • 8.Jahrgang:
    • Bildbearbeitung
    • Textverarbeitung mit MS WORD II
    • Multimedia-Design mit Matchware Mediator
    • GrafStat
    • Zahlensysteme
    • Open Mind
  • 9.Jahrgang:
    • Homepage-Erstellung
    • Tabellenkalkulation mit MS EXCEL II
    • Wahrheitstabellen, Aussagenlogik, Logische Schaltungen
    • Datenbanken mit MS ACCESS
    • Visual Basic
  • 10. Jahrgang:
    • Mini-CAD
    • Simulation und Modellbildung mit DynaSys
    • Locad II
    • Projekt Computerspiele und Jugendschutz

 

 

Geschichte

 

Der Geschichtsunterricht an unserer Schule ermöglicht es unseren Schülerinnen und Schülern, sich mit politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen zu beschäftigen, nach denen die Menschen in der Vergangenheit ihr Leben gestalteten. Deshalb werden im Geschichtsunterricht sowohl fachspezifische als auch methodische Kompetenzen vermittelt. Im Sinne eines schülerorientierten Geschichtsunterrichts spielen in allen Jahrgängen der Gegenwartsbezug, das entdeckende Lernen und die Handlungsorientierung eine wichtige Rolle.

 

Der Lehrplan für Geschichte in der Sekundarstufe I schließt an den Grundschullehrplan für das Fach Sachkunde an. Die Schülerinnen und Schüler erkennen ihre eigene Subjektivität, indem an die persönliche Biografie angeknüpft wird. Als weitere thematische Einheit werden die Existenzbedingungen und das gesellschaftliche Leben der frühen Menschen und ihre Spuren in der Gegenwart untersucht und analysiert. Die Entstehungsbedingungen und Auswirkungen kultureller, politischer und technisch-ökonomischer Überlegenheit in der europäischen Antike werden in der Unterrichtseinheit „Griechen und Römer“ untersucht und analysiert. Schon hier werden Quellen methodisch erarbeitet und bewertet.

 Der außerschulische Lernort des Museums Kalkriese wird im Unterricht mit einbezogen.

In den Jahrgangsstufen 7 und 8 stehen die Lebens- und Herrschaftsformen im westeuropäischen Mittelalter, und mittelalterliches Alltagsleben vom 7-15. Jahrhundert im Mittelpunkt, sowie der Aufbau von Staaten und ihre Herrschaftsstrukturen, z. B. die Entstehung der USA, Absolutismus, Ständegesellschaft und Merkantilismus, Aufklärung und Gewaltenteilung.

 

Die russische Revolution, der Imperialismus, 1. Weltkrieg, Versailler Vertrag und die Folgen bilden die Schwerpunkte im 9. Jahrgang. Die Weimarer Verfassung, politischer Radikalismus, Weltwirtschaftskrise, Deutschland unter der NS-Diktatur sind die Themen des 10. Jahrganges. Das Arbeitslager in Ohrbeck und der Eisenbahntunnel in Lengerich bilden hier außerschulische Lernstandorte.

 

In allen Jahrgangsstufen sind Themen der ökonomischen Grundbildung Bestandteil des Geschichtsunterrichts, ebenso wird ein Beitrag zur informationstechnischen Grundbildung geleistet, da moderne Medien einbezogen werden. Ziel des Geschichtsunterrichts ist die Schulung des kritischen Urteilsvermögens unserer Schülerinnen und Schüler, die ihnen eine mündige Teilnahme an unserem demokratischen Gemeinwesen ermöglicht.

 

 

Erdkunde

 

Gegenstand des Erdkundeunterrichts ist der Raum in seiner natürlichen Ausprägung und als Bedingung und Ausdruck menschlichen Handelns. Zum einen sind die Menschen an den Raum gebunden und somit seinen Einflüssen ausgesetzt. Zum anderen gestalten und belasten sie den Raum in ihrer vielfältigen Nutzungsweise.

Diese Mensch-Raum-Beziehungen bilden den Arbeitsschwerpunkt des Erdkundeunterrichts. Es werden sowohl die Naturfaktoren als auch kulturelle, ökologische, technische, sozioökonomische und politische Einflüsse angesprochen. Der Erdkundeunterricht bedient sich fachspezifischer Arbeitsweisen, die geisteswissenschaftlich, naturwissenschaftlich oder sozialwissenschaftlich orientiert sind.

 

Anknüpfend an die Arbeit im Sachunterricht der Grundschule stellen der Nahraum und Deutschland die Themenschwerpunkte in den Jahrgangsstufen 5 und 6 dar. Die räumliche Orientierung wird mit Karten verschiedenen Maßstabs und verschiedenen Inhalts geübt. Der Umgang mit dem Atlas wird besonders eingeübt. Das Arbeiten mit Bildern hat vor allem in der Erarbeitungsphase Bedeutung.

 

Die Arbeit in den Jahrgangsstufen 7 und 8 konzentriert sich auf außereuropäische Räume. Als Schwerpunkte treten die natürliche zonale Großgliederung der Erde, naturgeografische Gesetzmäßigkeiten und Lebensformen der Menschen unter unterschiedlichen räumlichen, ökologischen, technischen, politischen und kulturellen Bedingungen in den Vordergrund. Die Bedeutung der schriftlichen Quellen als Arbeitsmittel nimmt  kontinuierlich zu. In dieser Jahrgangsstufe vollzieht sich der Schritt vom Kartenlesen zur Karteninterpretation.

 

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 lernen die Schülerinnen und Schüler Methoden der Informationsgewinnung, - verarbeitung und – anwendung zu handhaben. Es werden Formen der Mitbestimmung und Mitgestaltung eingeübt, indem öffentliche Planungsfälle oder ökologische Probleme untersucht werden. Häufig werden Statistiken und Diagramme zur Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung interpretiert.

 

Moderne Medien werden in allen Jahrgangsstufen mit einbezogen. Auf das eigenständige Führen einer Erdkundemappe wird Wert gelegt. Immer wieder bieten sich auf Klassenfahrten außerschulische Lernorte an, z. B. am Meer, in den Weinbergen (Sonderkulturen), Berlin, das Ruhrgebiet, Bremen.

 

 

Politik

 

Eine lebendige Schule in einer lebendigen Gesellschaft ist auf die Fähigkeit ihrer Mitglieder angewiesen, sich mit Problemen auch im politischen Sinne auseinander zu setzen und Mitverantwortung für die Angelegenheiten unserer Gesellschaft zu übernehmen.

Junge Menschen, Schülerinnen und Schüler sollen Einblicke in die politischen, sozialen und ökonomischen Strukturen erlangen, um durch selbstständiges und reflektiertes Handeln Einfluss zu nehmen und demokratische Strukturen zu erkennen und mit zu gestalten.

Besondere Bedeutung in der politischen Bildung haben folgende Grundideen:

Reflexionsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Toleranz, Solidarität und Handlungsbereitschaft.

Diese gilt es durch ausgewählte Themen im Unterricht zu erarbeiten.

 

Jahrgangsstufe 5

-         Neue Schule – neue Lehrer –Das Schulleben mitgestalten und neue Freunde finden.

-         Nie reicht das Taschengeld! – wirtschaften, aber wie?

-         Warum ist arbeiten so wichtig? – Einkommen und soziale Sicherung.

-         Schuldenfalle Handy – Kosten, Nutzen, Risiken

 

 Jahrgangsstufe 6

-         Wie würdest du die Umwelt schützen? – Nachhaltiges Handeln im Schulalltag.

-         Politik in der Gemeinde – was habe ich damit zu tun?

-         Wie leben Kinder in der 3. Welt?

-         Fernsehen, Zeitung und Co. – Was sie mir sagen und wie ich sie nutze.

 

Jahrgangsstufe 7

-         Freizeit- sinnvoll nutzen!? – Welche Angebote bieten sich mir.

-         Flucht in die Droge. – sucht, was geht mich das an?

-         Ladendiebstahl – eine kriminelle Handlung?

 

Jahrgangstufe 8

-         Ohne Wirtschaft geht gar nichts! – Grundbegriffe der Wirtschaft.

-         Gefahr von rechts! – Was tun?

-         Wie sieht meine berufliche Zukunft aus ? (Teil 1)

 

Jahrgangsstufe 9

-         Wie sieht meine berufliche Zukunft aus? (Teil 2)

-         Kein Mittel gegen Arbeitslosigkeit?

-         Mitbestimmung – Demokratie am Arbeitsplatz.

 

Jahrgangsstufe 10

-         Welche Wahl hat der Wähler?

-         Soziale Sicherung heute und morgen! – Wie viel Schutzsoll der Staat den Menschen bieten

-         Mit Vollgas in die Zukunft! – Verantwortung für die nachfolgenden Generationen

 

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